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40 Jahre Offene Jugendberufshilfe: Rückenwind für junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben

Seit vier Jahrzehnten begleitet die Offene Jugendberufshilfe (OJB) junge Menschen auf dem Weg von der Schule in Ausbildung, Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben – insbesondere dann, wenn persönliche Krisen, schulische Brüche oder schwierige Lebenslagen den Einstieg ins Berufsleben erschweren.
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Die OJB, eine Einrichtung der Katholischen Jugendagentur LRO gGmbH, unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 27 Jahren bei der Entwicklung beruflicher Perspektiven. In den vergangenen Jahren nutzten jeweils ca. 600 junge Menschen dieses Angebot. Dabei geht es nicht nur um Ausbildungssuche und Bewerbungen schreiben, sondern oft auch um Stabilisierung, Orientierung und neue Zuversicht.

Jährlich 600 Jugendliche, das ist eine gigantische Zahl, betonte Karl Lauterbach, der als Gratulant in die Räume der OJB gekommen war. „Das sind ja nicht nur 600 junge Menschen, sondern auch noch die ganzen Familien, die mit dranhängen. Das ist ein Riesenbeitrag für die ganze Stadt.“

Die Jugendlichen, die zum Teil über Freunde und Bekannte, zum Teil über Institutionen den Weg zur OJB finden, bringen oft eine hohe Hypothek mit. Geflüchtete mit unklarem Aufenthaltsstatus, prekäre Wohnverhältnisse, Probleme mit Sucht, Schulden oder nicht vorhandenen Schulabschlüssen. Dazu psychische Belastungen, Sorgen wegen Kriegen, gesellschaftlicher Polarisierung und Klimawandel.

„Gerade in Zeiten wachsender sozialer Belastungen brauchen junge Menschen Orte, die Orientierung geben, Perspektiven eröffnen und gesellschaftliche Teilhabe stärken“, so Einrichtungsleiter Ansgar Lutz.

Zum Jubiläum betonte der Geschäftsführer der KJA LRO, Thomas Fischer-Wesselmann,  die anhaltende Bedeutung verlässlicher Unterstützungsstrukturen im Übergang Schule Beruf in Leverkusen. „Die OJB finanziert ihre Arbeit über neun unterschiedliche Fördertöpfe, dazu zwei kommunal finanzierte Stellen, von denen eine auf Streichliste der Stadt Leverkusen steht. Es ist ein ständiger Kampf um Fördermittel und Anerkennung. Sowohl für unsere Arbeit als auch um Anerkennung für die Jugendlichen“, so Fischer-Wesselmann.

Karl Lauterbach versprach, sich vehement gegen Kürzungen in dem Bereich auf Bundesebene einzusetzen. „Ihre Arbeit ist unendlich wertvoll. Scheuen Sie sich nicht, mich anzurufen“ bot er vor 150 Gästen bei der Jubiläumsfeier an. Das werde er wahrnehmen, versprach Ansgar Lutz.

Auch die Diözesanbeauftragte für Jugendsozialarbeit im Erzbistum Köln, Selina Säger, sprach Ihren Dank aus: “Die wichtige Arbeit der Offenen Jugendberufshilfe zeigt, dass junge Menschen sichere Orte brauchen, an denen sie sich angenommen fühlen – mit ihren Stärken und ihren Schwächen – und so ihren eigenen Lebensweg trotz Herausforderungen oder struktureller Barrieren finden können“. Die Katholische Jugendsozialarbeit in ihrem diakonischen Handeln nehme hier eine zentrale Unterstützungsfunktion für junge Menschen ein, betonte Sie weiter.