Unsere Zielgruppen sollen sich nicht auf bereits Etablierte, wie Katholik/-innen oder Christ/-innen beschränken. Vielmehr sind wir von unserem Selbstverständnis her aufgefordert, den Blick zu weiten und zu fragen: wen haben wir (noch) nicht erreicht?
Das Motto zu ALLEN gesandt fordert uns in der Nachfolge Jesu heraus, insbesondere auf benachteiligte junge Menschen zu zugehen und sie zu fragen; „Was sollen wir euch tun?“ (Matthäusevangelium 20,32). In unserer heutigen, vom Dienstleistungsgedanken geprägten Gesellschaft, könnten wir auch fragen: "Womit können wir euch dienen?"
Inklusion ist dabei ein wichtiges Ziel. Wir glauben, dass Gott den Menschen nach seinem eigenen Bild erschaffen hat. Das bedeutet, dass jeder Mensch wertvoll und in seiner Würde unantastbar ist, unabhängig von seinen Fähigkeiten oder Leistungen. Durch Jesus Christus wurde Gott selbst Mensch und teilt alle Freuden und Leiden mit uns. Wir als Jugend-, Schul- & Hochschulpastoral im Erzbistum Köln möchten alle jungen Menschen erreichen, insbesondere auch diejenigen, die benachteiligt oder arm sind.
Papst Franziskus fordert uns auf: „Brechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten! Ich wiederhole hier für die ganze Kirche, was ich viele Male den Priestern und Laien von Buenos Aires gesagt habe: Mir ist eine 'verbeulte' Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist“ (Evangelii Gaudium 49).
Gleichzeitig müssen wir die Wirklichkeit anerkennen: Wir werden nie ALLE erreichen. Der Auftrag, dass wir aber zu ALLEN gesandt sind, kann „Stachel“ oder „Triebfeder“ sein! Wir ruhen uns nicht auf dem bisher Geleistete aus, sondern bemühen uns weiter , die frohe Botschaft zeitgemäß, lebensnah und zielgruppenorientiert auf vielerlei Weise authentisch zu leben und zu verkünden.