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Du gehörst dazu!

Heiliger Josef, Patron der katholischen Jugendsozialarbeit

Heiliger Josef, Patron der katholischen Jugendsozialarbeit

Jedes Jahr am 19. März ist der Gedenktag des Heiligen Josef, der Schutzpatron von Jugendlichen und arbeitenden Menschen. Der Heilige Josef ist in besonderer Weise wichtig für die Katholische Jugendsozialarbeit, weil er für verantwortliches Handeln, Schutz in unsicheren Lebenslagen und verlässliche Begleitung im Übergang steht. Sein Leben und Handeln verkörperten in besonderer Weise Werte, die für die Arbeit mit jungen Menschen zentral sind. Papst Franziskus hebt den Heiligen Josef in seinem Apostolischen Schreiben als Vaterfigur, der annimmt, schützt und ermutigt hervor. 

Katholische Jugendsozialarbeit nimmt sich schwierigen Lebensverhältnissen und Krisen junger Menschen an – immer mit dem Ziel zur Öffnung von beruflichen und gesellschaftlichen Perspektiven und Stärkung ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung. Niedrigschwellige und individuelle Unterstützungsangebote für junge Menschen, das ist ihr primäres Ziel. 

Perspektiven und Potenziale junger Menschen sichtbar machen 

Rund um den 19. März finden jährlich bundesweite Aktionen in katholischen Einrichtungen der Jugendsozialarbeit statt, die die Perspektiven und Potenziale junger Menschen sichtbar machen und Politik und Kirche daran erinnern, dass sie Verantwortung dafür tragen, junge Menschen auf der Suche nach ihrem eigenen Weg zu unterstützen und als Kirche diakonisch zu handeln. 

Initiatoren sind der arbeit für alle e.V., eine Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS). 

Unter dem diesjährigen Motto Du gehörst dazu – Stärken, was Zuversicht schafft fanden auch im Erzbistum Köln Aktionen statt. Klar wurde: Politik und Kirche sind gefordert, Strukturen zu schaffen, die junge Menschen stärken und ihnen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Junge Menschen sollen erfahren können, dass sie in ihrer spezifischen Lebensrealität gesehen und ernstgenommen und ihre Stärken gefördert werden. Sie sollen wahrnehmen können, dass sie mit ihren individuellen Fähigkeiten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten können.  

Zum Beispiel: Aktion auf dem Solinger Marktplatz

So gestaltete der JuRoom – ein aufsuchendes und mobiles Angebot der Jugendsozialarbeit in Trägerschaft der Katholischen Jugendagentur Wuppertal – eine partizipative und sozialraumbezogene Aktion mit jungen Menschen auf dem Solinger Marktplatz. Junge Menschen kamen interaktiv inmitten der Innenstadt ins Gespräch und sammelten gemeinsam Wünsche zur Verbesserung ihres Sozial- und Wohnumfelds. Ehrlich erzählten sie auch über Sorgen, Hindernisse und Herausforderungen ihres Lebens. Sichtbar für alle Menschen der Solinger Innenstadt – egal ob als Einwohner/innen, Besuchende oder Reisende - jeder konnte die Botschaft der jungen Menschen am Josefstag klar erkennen: Wir gehören dazu – wir haben eine Meinung! 

Kirche und Gesellschaft sind gefordert

In Berlin fand im Katholischen Büro ein gemeinsames Gespräch der Initiator/innen mit Vertreter*innen aus Kirche, Politik und Praxis über die aktuellen Herausforderungen der Jugendsozialarbeit statt. Mit dabei auch Weihbischof Johannes Wübbe, der sich als Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz klar äußerte: „Junge Menschen brauchen eine Kirche und Gesellschaft, die sie nicht nur hört, sondern sie wirklich beteiligt, sieht und ihnen zutraut, Zukunft zu gestalten. Gerade in Zeiten großer Unsicherheiten, sei es am Übergang von der Schule in die Ausbildung oder den Beruf, bei der Ausbildung oder auf der Suche nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft, ist es entscheidend, dass wir jungen Menschen Perspektiven und Zuversicht schenken.“ (Quelle: Josefstag.de 24.03.2026). 

Das Jahresmotto der Jugend-, Schul- & Hochschulpastoral: Zu ALLEN gesandt

Die Jugendpastoral im Erzbistum Köln sieht im Handlungsfeld der Jugendsozialarbeit die Chance, sich immer wieder auf den ursprünglichen, diakonischen Sendungsauftrag zu besinnen: wir sind zu ALLEN gesandt! “Wir als Jugend-, Schul- & Hochschulpastoral im Erzbistum Köln möchten alle jungen Menschen erreichen, insbesondere auch diejenigen, die benachteiligt oder arm sind” sagt Selina Säger, Diözesanbeauftragte für Jugendsozialarbeit. [→ mehr zum Jahresmotto] So hat auch unser Erzbischof jüngst bei seinem Besuch im Jugendwohnheim Nikolaus-Groß-Haus in Köln-Kalk betont, wie wichtig solche Räume sind, in denen engagierte Mitarbeitende mit den jungen Menschen Perspektiven entwickeln und sie begleiten, ihren eigenen Weg in die Zukunft finden zu können [→ siehe News vom 22.4.2026]